Aktuelles

Veranstaltung am 7. Juni 2017: Dermatologie "meets" Hämatologie

11.05.2017

Mastozytosen sind eine seltene Gruppe von Erkrankungen, die durch eine erhöhte Anzahl von Mastzellen in verschiedenen Organen, meist in der Haut (kutane Mastozytosen) und/oder im Knochenmark (Systemische Mastozytosen),...

Mastozytose - Neues Medikament zielt auf eine Verminderung und Normalisierung von Mastzellen

01.06.2016

Phase-1 Studie zur Prüfung der Verträglichkeit und Wirksamkeit eines Antikörpers zur Behandlung der systemischen Mastozytose.

Die Mastozytose-Sprechstunde des Allergie-Centrum-Charité bietet Patienten mit indolent...

Neues diagnostisches Verfahren zum Nachweis der KIT-Mutation bei Patienten mit indolent systemischer Mastozytose

22.08.2014

Die für die indolent systemische Mastozytose typische D816V KIT-Mutation mit hochsensitiver PCR-Technik jetzt auch im Blut nachweisbar.

Wie wird die Mastozytose erkannt und untersucht?

Erfahrene Ärzte können die kutane Mastozytose an den charakteristischen braun-roten Hautveränderungen und der Aufschwellung dieser Läsionen nach mechanischer Reizung (Darier-Zeichen) erkennen. Bei einigen Patienten kann die Diagnosestellung jedoch schwierig sein.

Eine Gewebeprobe der Haut ist zumeist notwendig, um die Diagnose zu sichern, und wird nach örtlicher Betäubung als ein kleines Stückchen Haut von wenigen Millimetern Durchmesser entnommen.

Ein anderes Zeichen der Erkrankung sind hohe Konzentrationen von bestimmten chemischen Stoffen und Eiweißen aus Mastzellen, wie z.B. der Tryptase, im Blut der Patienten, und manchmal auch im Urin. Der Tryptasewert ist ein Anhaltspunkt für die Menge der Mastzellen im Körper.

Bei Verdacht auf eine systemische Mastozytose empfiehlt sich eine Gewebeprobe aus dem Knochenmark. Dadurch kann der Arzt die Diagnose einer systemischen Mastozytose stellen, wenn eine erhöhte Anzahl von Mastzellen vorliegt. Spezielle Techniken und Färbungen werden angewendet, um das Gewebe auf eine erhöhte Anzahl von Mastzellen zu untersuchen. Wird eine Haut- oder Knochenmarksprobe entnommen, ist manchmal eine Mutationsanalyse für die Diagnosestellung oder Behandlungsplanung sinnvoll. Um eine Blutbildungskrankheit bei Patienten mit Mastozytose auszuschließen, sollte regelmäßig das Blutbild untersucht werden.

Eine Knochendichte-Messung (DEXA-Verfahren) wird durchgeführt, um eine Osteoporose (vermehrter Knochenschwund) auszuschließen, die mit einer Mastozytose vergesellschaftet vorkommen kann.

Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes dient zur Aufdeckung einer Leber- oder Milzvergrößerung oder von vergrößerten Lymphknoten im Bauchraum. Weitere Untersuchungen können notwendig sein, um andere Beschwerden abzuklären, z.B. eine Magenspiegelung oder Darmspiegelung.